Erste Inklusionswerkstatt am Martineum

„Habt ihr schon mal den Begriff Inklusion gehört und könnt damit etwas anfangen?“

 

Mit dieser Frage begann am Freitag die erste „InklusionsWerkstatt“ für die sechsten Klassen

unseres Martineums. Das Kooperationsprojekt der Deutschen Soccer Liga mit den RSB

Thuringia Bulls - der derzeit international erfolgreichsten Rollstuhlbasketballmannschaft -

setzt sich dafür ein, diese Frage durch Austausch mit positiven Vorbildern, einer aktiven

Rollenübernahme sowie nachhaltigen Erfahrungen rund um das Thema auch für jüngere

Menschen greifbar zu machen.

 

Zunächst noch etwas unsicher, was sich nun wirklich hinter dem Begriff versteckt, lernten die

Schülerinnen und Schüler an vier verschiedenen Stationen die Thematik kennen.

 

Praktisch und aktiv wurde es an den ersten beiden Stationen. Die Martineer erfuhren unter

Anleitung der Profis eine Behinderung - hier in Bezug auf ein spezielles Merkmal: Die

Angewiesenheit auf einen Rollstuhl. Durch einen „Hindernisparkour“ war es unseren

Schülerinnen und Schülern möglich wahrzunehmen, wie sich Menschen mit entsprechender

Einschränkung in unserer Umwelt bewegen und zurechtfinden. Gleichzeitig konnten sie auch

Erfahrungen in der Sportart „Rollstuhlbasketball“ sammeln und entdeckten, wie viel Spaß,

neben den Alltagsbeschränkungen, die neue Bewegungsform machen kann.

 

Station drei widmete sich der Vielfalt der Thematik. Neben dem Aspekt Rollstuhl erfuhren die

sechsten Klassen, dass Inklusion viele Gesichter haben kann. Ob körperlich, sprachlich oder

bildungs- und arbeitsbezogen - Inklusion reicht in sämtliche Bereiche des Miteinanders.

 

Am Ende des Projekttages erlebten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler einen

aktiven Perspektivwechsel. Sie stellten fest, dass auch sie selbst im Alltag durch

verschiedene Aspekte behindert werden und dachten darüber nach, wie unsere Gesellschaft

für gerechte Teilhabe- und Entfaltungschancen gestaltet werden sollte.

 

Ein großes Dankeschön für den motivierenden und freudbetonten Projekttag möchten wir als

Martineum an die Deutsche Soccer Liga und die Anwesenden Spieler der RSB Thuringia

Bulls ausrichten, der auch einen Beitrag für unseren UNESCO-Leitgedanken geleistet hat,

da jeder Schüler und jede Schülerin am Ende des Tages eine Antwort auf die zu Beginn

gestellte Frage parat hatte.