Jakob Bücking, Henriette Loose, Hermine Burow, Justin Nierig, Vincent B. Wagener, Laura Höhren, Ole Grienitz, Carolin Steeger, Marie Schmidt, Ann-Sophie von Alten

Die besten Martineer 2018

Am 19.6.2018 fand in der Aula des Gymnasiums Martineum die Festveranstaltung statt, mit der traditionell jährlich diejenigen geehrt werden, welche alles von sich geben- und mehr, um nicht nur für sich selbst zu wirken, sondern auch auf andere auszustrahlen!

 

All of me

Musikalisch eingeleitet mit den Klängen von „All of me“  begann dieses von allen Eingeladenen und anderen Anwesenden mit Spannung erwartete besondere Ereignis, dass nur wenige Auserwählte jährlich miterleben dürfen.

Dem Liedtitel gedenkend dankte der Schulleiter Herr Pasderski allen Ausgezeichneten dafür, dass sie mit ihrem Fleiß, Talent, der Teilnahme an Landes- und Bundeswettbewerben sowie sozialem Engagement dafür sorgen, dass das Martineum als etwas Besonderes wahrgenommen wird.

Jakob Bücking, der von seinem Laudator Dr. Becker mit einem symbolischen Augenzwinkern als das „Gesamtkonzept des mündigen, reflektierten und engagierten Schülers“ besonders für seine außerordentlichen Leistungen im Bereich Physik geehrt wurde, durfte die Auszeichnung als Erster entgegennehmen.

Wie allen anderen zu Ehrenden wurde auch Henriette Loose ein besonders hohes Maß an Engagement, Empathie und soziale Kompetenz zugesprochen, als Frau Peters als Laudatorin die jahrelange außerordentliche Entwicklung dieser an Fragen des globalen Lernens interessierten Schülerin in einer Reihe von Anekdoten Revue passieren ließ.

 

Die Macht der Worte

Das Alte zu bewahren und zugleich alles Neue zu wollen - mit der sich anschließenden Rezitation endete der erste Auszeichnungsblock in beinahe atemloser Stille.

Und mit der Macht der Worte ging es weiter: Frau Brückner ehrte das langjährige Mitglied der Theater-AG Hermine Burow wegen ihrer Kreativität und Spielfreude und bescheinigte ihr hohes Einfühlungsvermögens in zunehmend komplexere Rollen. Den „Jungs im Backstagebereich“ Justin Nierig und Vincent Wagener, welche durchaus schon mal eine Aufführung lang in Bauchlage verharren, um technische Ausfälle zu kompensieren, dankte die Laudatorin für solides Wissen und Können gepaart mit Professionalität. Am Abend der Ehrung wurden ihnen beste Voraussetzungen für ihre erfolgreiche berufliche Zukunft bescheinigt.

Und damit standen sie nicht allein - nachdem Nico Fuchs, sich selbst auf der Gitarre begleitend, musikalisch zur nächsten Auszeichnung übergeleitet hatte, wurde Laura Höhren von Herrn Triemer  für ihr soziales Engagement geehrt. Ehrenamtlich engagiert sich die Zehntklässlerin seit Jahren über die Grenzen der Arbeitsgemeinschaft gegen soziale Kälte hinaus im Rauhen Haus und ermutigt ihre Mitschüler dazu, anderen dabei zu helfen auf eigenen Beinen stehen zu können.

„Ihrem“ besten Martineer, dem Abiturienten Ole Grienitz (der nach seiner eigenen Auszeichnung noch selbst spontan für einige persönliche Dankesworte hinter das Rednerpult schlüpfte) wünschte Frau Kruse streitbare, den Lehrer fordernde Schüler und entwarf während ihrer Laudatio das Bild eines ständig hinterfragenden, kritischen, aber eben vor allem Ideen gebenden jungen Menschen, dessen dauerhaftes schulisches wie außerschulisches musikalisches Engagement sowie von ihm in Eigenregie organisierte Schulveranstaltungen aus einer Reihe anderer Interessen und Talente herausragen.

 

Eine neue Welt

Der Gedanke, dass Bücher Ausblicke in eine größere, neue Welt eröffnen und man diese besonderen Begleiter nur finden müsse, rundete die anschließend von Lilli Kaas vorgetragene Rezitation ab. Und da man zum Sprachenlernen neben Zielstrebigkeit und Talent, Ausdauer und Ehrgeiz eben auch in den meisten Fällen Bücher benötigt, bildete der Vortrag dieser Eigenkomposition einer ehemaligen Martineerin ( Jessica  Feider) den perfekten Übergang zum nächsten Auszeichnungsblock.

Frau Mattstedt plauderte aus dem Bundeswettbewerb- Fremdsprachen- Nähkästchen und die Anwesenden erfuhren, was Helene Fischer, Angelina Jolie und die Duchess of Cambridge gemeinsam haben: Alle drei verhalfen den besten Martineern Marie Schmidt, Carolin Steeger und Ann-Sophie von Alten zu zweiten Landespreisen, weil die drei Schülerinnen eben diese drei Persönlichkeiten für ihre kreativ sprachlich- medial visualisierten Beiträge auswählten.

„People help the people“ – zunächst sanfte, dann aber an Intensität zunehmende Klänge erfüllten die Aula, ließen Gänsehaut-Feeling aufkommen.

Dass die als letzte zu Ehrende nicht mit einer Auszeichnung gerechnet hatte, sondern eigentlich als Laudatorin anwesend war, konnte Frau Peters nicht gänzlich überspielen. Für die Schärfung des globalen Verständnisses bei ihren Schülern, Umwelt- Demokratie- und Nachhaltigkeitsentwicklung,  sowie die Eröffnung zahlreicher Möglichkeiten, über den berühmten eigenen Tellerrand zu blicken, ehrte Frau Timme ihre langjährige Kollegin.

„Berg und Tal kommen nicht zusammen, aber Menschen“- diese auf Kiswaheli  gesprochenen Worte bildeten den offiziellen Abschluss einer gelungenen Festveranstaltung, welche  nach dem offiziellen Foto und einer Eintragung ins Goldene Buch der Schule mit angenehmen Gesprächen in entspannter Atmosphäre ausklang.

(Aurelia Meyer-Thomas)